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.Was er wohl diesmal entdeckt hatte, und welchen Berufswechsel mußte ich nunmehr ins Auge fassen? Einmal wollte er mich für ein total heruntergekommenes Hotel mit 100 klammen Zimmern am Rand einer Klippe in Cornwall gewinnen.«Nur ein paar kleinere Reparaturen hier und da», hatte er leichthin gesagt, «und dann können wir einen Riesengewinn machen!» Hätte ich seine Begeisterung nur teilen können: Ich bekam jedoch prompt heraus, daß der Besitzer nach einigen Scherereien wegen des Verlusts von Gästen, die vom Garten ioo Meter tief ins Meer gestürzt waren, aufgegeben hatte.Als auch seine Katze verschwand, war das der letzte Tropfen, und er ergriff, ein paar Rühreier in der Pfanne brutzeln lassend, hastig die Flucht.Der abgründige Platz war Pa bei einer Versteigerung zu einem lachhaft geringen Preis zugeschlagen worden und bot unter anderem einen Speisesaal mit Palmen und Tischen für Unmengen von Sommergästen in Strandmontur und mit Schuhen voll Sand.Die Küche prunkte mit riesigen Herden für meine gelegentliche Büchse Brechbohnen.Ich weigerte mich, das Leben unserer Katze dort aufs Spiel zu setzen, und Pa reichte den Besitz weiter an ein Ehepaar, das Tauben hielt.Ich nahm ab und sagte: «Was ist es denn diesmal?»«Ein Stellwerk», sagte er triumphierend.«Für die Ewigkeit gebaut, verstehst du? Stellwerke sind alle so.Und ein solider alter Tunnel, ideal für eine Champignonzucht.Aus guten Londoner Backsteinen.Sollte mich nicht wundern, wenn er 1000 Jahre hält.»Welche Erleichterung.Man möchte schließlich nicht, daß der Tunnel einstürzt, während man gerade die Betten macht.«Klingt nicht übel», stimmte ich zu.«Hauptsache, wir machen es so lange.Ist auch genug Efeu da, damit die Regenrinne nicht vorher runterfällt?» Zu einem Mann mit einer Vision kann man sagen, was man will.Er schreckt nicht davor zurück, sich der Lächerlichkeit preiszugeben.Ich freute mich, daß er in Hochstimmung war, obgleich mich nichts dazu bewegen konnte, an der Strecke nach Brighton zu leben.Er hatte gerade verkündet, daß er erst spät nach Haus kommen würde, als die Leitung unterbrochen wurde, weil er nicht rechtzeitig Kleingeld nachgeworfen hatte.Ich mußte meinen Claim hier abstecken, ehe er unseren dort - oder irgendwo anders - absteckte.Selbst wenn Lulu in den nächsten 24 Stunden einen Liebhaber fand, würde es neun Wochen dauern, bis ich den positiven Beweis hatte, daß mein Unternehmen florierte.Danach würde ich natürlich Punkte sammeln, und jedes Drängen, mich ins Auto zu setzen und «eine Gärtnerhütte in Bangor» zu besichtigen, würde berechtigterweise auf taube Ohren fallen.«Ich denke, ich sollte Hetty anrufen», gab ich schließlich zu.Ben lachte kurz auf.Wir hatten beide gewußt, daß es darauf hinauslaufen würde.Hetty hatte das letzte Jahr oder mehr als meine Tierärztin, Freundin, Beraterin und ungebetene Geschäftsführerin fungiert, aber meist hatte es sich gelohnt.Hetty war ein Organisationsgenie.Hetty würde wissen, wer oder was wo helfen konnte.Dann würde sie mich kräftig an den sprichwörtlichen Ohren ziehen und die Adrenalinproduktion wieder ankurbeln.Hetty mochte Pa sehr, und obgleich sie nie etwas tun würde, um seine Pläne zu durchkreuzen, war sie egoistisch genug, dafür zu sorgen, daß er in ihrer Nähe blieb, indem sie dafür sorgte, daß ich es tat.«Im alten China wurden frisch geworfene Pekinesen von Hundeammen gesäugt.Die neugeborenen Weibchen haben sie natürlich ertränkt», sagte Ben.«Natürlich.» Es klang plausibel.Für einen Wurf junger Hunde hätte ich in diesem Augenblick bereitwillig eine Handvoll Menschen ertränkt, vorausgesetzt, ich hätte mir aussuchen können, welche.Manchmal habe ich auch eine Vision.Und was für eine.* 2 *Pa rief wieder an, als ich die Hunde gerade zum letztenmal vor dem Schlafengehen ausführen wollte: Charlie, Treacle, Mattie, Rosie, Sniff und Snuff (deren Besitzer beim Wintersport waren), Lady (Adams Hund, der nun praktisch Dauergast war) und Lulu (angeleint und in ihrem eigenen Auslaufzwinger).Sniff war ein reinrassiger Cairn-Terrier, aber Snuff hatte einen Schuß Pudelblut, was einen zusätzlichen Reiz ausmachte.Frilly begleitete uns, ebenso ein Haushuhn namens Atilla, das in dem alten Speisekeller lebte, den ich nicht mehr benutzte, weil er noch kälter war als der Kühlschrank.Atilla kam und ging durch das kleine hohe Fenster, schlief auf den Stangen, an denen einst Schinken und köstliche Würste gehangen hatten, und legte dann und wann ein Ei in einem leeren Gartentrog.Wir stemmten uns gegen den eisigen Wind, einige von uns verschwanden diskret zwischen den Rhododendren, und die meisten wünschten, sie wären wieder zurück am Feuer.Rajah, Emilys Spaniel, zauderte auf der Veranda.Pa hatte mich gewarnt, er werde womöglich über Nacht fortbleiben müssen.«Hier gibt es ein richtig preiswertes kleines Hotel», hatte er beiläufig bemerkt.«Billardtisch, Klo mit Teppichboden und ein Barkeeper, der alles über stillgelegte Eisenbahnstrecken weiß.»«Sehr nützlich», sagte ich.«Sonst müßte ich ein Taxi zum Bahnhof nehmen und dann den Zug um Viertel nach neun, so daß ich selbst dann, wenn er pünktlich ist, erst kurz vor Mitternacht zu Haus wäre.»«Sehr wahr», sagte ich.«Also nehme ich ein Zimmer und bin gegen Mittag zurück, in Ordnung?»«Klar.»«Wenn ich früher losgefahren und eher hier gewesen wäre, wäre ich schneller wieder da gewesen.»«Hör mal», sagte ich ungeduldig, «du brauchst keine Schuldkomplexe zu entwickeln.Es ist ganz vernünftig, über Nacht zu bleiben.Und vor allem wirst du ein anständiges Essen und ein tolles Frühstück bekommen.Ich bin nur neidisch, das ist alles.» Er haßt es zu reisen - sagt er.Haßt es, von zu Haus fort zu sein.Haßt Hotelrechnungen und Hotelbetten.Ich dagegen nicht.Aber er ist derjenige, der ständig auf Achse ist, während ich hier sitze wie angewachsen.So ist es nun mal gekommen, aber manchmal bin ich drauf und dran, einen Beschwerdebrief an den lieben Gott zu schreiben, der anscheinend die Gebete durcheinanderkriegt.Oder, wie ich eher annehme, er tut zuviel auf einmal.Er sollte lernen, Arbeit zu delegieren.Als ich mit den Hunden in die Küche zurückkam, klingelte das Telefon.Ich hoffte, es würde wieder Pa sein, damit ich netter zu ihm sein, ihm einen schönen Abend wünschen, ihm sagen könnte, daß er mir fehlt, was stimmte.Ich würde es herzlich und aufrichtig sagen, nicht mit einem Unterton, der vorhin nur zu deutlich gewesen sein mußte.Aber es war meine Freundin Marsha.«Schatz», murmelte sie rauchig.«Ich muß dich was fragen.» Marsha ist eine Lebenskünstlerin, oft allein am Telefon anderer Leute nassauernd, um ihre eigene Rechnung niedrig zu halten.Daher der späte Anruf, vermutete ich.Manchmal spielte sie für Freunde Baby-Sitterin oder Silber-Sitterin, oder Picasso-Sitterin oder, im Sommer, Nerz- und Zobel-Sitterin [ Pobierz całość w formacie PDF ]

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